Biographie

Camilla Köhnken stammt aus Bonn, wo sie im Alter von vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt.
Mit 15 Jahren wurde sie in die Klavierklasse von Pierre-Laurent Aimard an der Musikhochschule Köln aufgenommen, wo sie sechs Jahre lang studierte. Nach einem Erasmus-Semester in Wien setzte sie ihr Studium an der Musikhochschule Frankfurt/Main bei Lev Natochenny und Joachim Volkmann fort und legte dort 2008 das künstlerische Diplom mit Bestnote ab.
Gefördert von Stipendien der Bernhard-Scheuble-Stiftung und des DAAD ging sie daraufhin für zwei Jahre nach New York und arbeitete am Mannes College of Music mit Jerome Rose.
Weitere künstlerische Anregungen erhielt Camilla Köhnken von Dmitri Bashkirov, Claude Frank und Menahem Pressler während zwei Teilnahmen an der Verbier Academy, Robert Levin beim Internationalen Sommerkurs Salzburg, wo sie mit Unterstützung der Kunststiftung NRW teilnahm, Richard Goode oder Ferenc Rados, von dem sie seit 2011 immer wieder unterrichtet wird.
Seit 2010 lebt sie in Basel, wo sie in der Klasse von Claudio Martínez Mehner studierte und im Juli 2014 schließlich ihr Klavierstudium abschloß.

Sie verfolgt sie eine rege Konzerttätigkeit in Europa, Amerika und Israel; so trat sie z.B. solo in der Carnegie Hall, New York oder im Teatro La Fenice, Venedig auf.
Sie interessiert sich für die ganze Bandbreite des Klavierrepertoires, vom Barock und der Beschäftigung mit historischen Instrumenten – viele Jahre spielte sie regelmässig Konzerte auf dem Conrad-Graf-Hammerflügel des Beethovenhauses in Bonn – bis hin zur intensiven Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik, wofür sie 2006 mit dem Lenzewski Preis (Frankfurt/Main) und 2010 mit dem Joseph Fidelman Award (New York) ausgezeichnet wurde.
Auch die Kammermusik spielt eine wichtige Rolle in ihrem musikalischen Leben, so organisierte sie im Juni 2010 ein ungewöhnliches Kammermusikprogramm für das Deutsche Konsulat in New York und spielt regelmässig Projekte in verschiedenen Formationen vom Duo bis zum grossen Ensemble.
Seit 2012 bildet sie ein Duo mit dem klassischen Saxophonisten Pedro Cámara Toldos (‘Ivory & Reed’) und seit 2013 mit David da Silva (Klarinette) und Adam Newman (Viola) das ‘Philon Trio’.
Außerdem spielt sie seit Sommer 2016 mit der Zürcher Cellistin Chiara Enderle.

Im Sommer 2011 wurde sie zum ‘Encuentro de Música y Academia de Santander‘ in Spanien eingeladen, wo u.a. mit Wolfram Christ (Viola) und Felix Renggli (Flöte) zusammenspielte.
Im Juni 2012 führte sie mit grossem Erfolg das selten gespielte Klavierkonzert ‘Malédiction’ von Franz Liszt mit dem Kammerorchester Basel unter Leitung von Thomas Herzog auf.
Im April 2013 nahm sie am IMS Prussia Cove (England) teil und wurde daraufhin im Herbst zum ‘Open Chamber Music’ Festival am gleichen Ort eingeladen.
2013 gewann ihr Duo ‘Ivory & Reed’ den 3. Preis im ‘Orpheus Swiss Chamber Music Competition’, was zu enthusiastisch aufgenommenen Recitals beim Musikfestival Adelboden und beim Chamber Music Circle Andermatt führte. Außerdem gewannen sie einen 1. Preis der “Kiefer Hablitzel Stiftung” in Bern und einen Preis der “Fondation Nicati” in Lausanne (beide 2014). Die erste CD des Duos erschien im September 2015 beim spanischen Label IBS mit Werken von Schumann, Desenclos, Hindemith und Franck.
Im Juni 2017 nahmen sie ein weiteres Album mit Transkriptionen von CPE Bach und Schubert auf, das für den MIN Award in der Kategorie ‘Best Classical Music Album’ in Spanien nominiert wurde.
Im Oktober 2017 nahm sie mit dem Philon Trio die 8 Stücke von Max Bruch für diese Besetzung im renommierten Banff Centre for Creativity and Arts, Kanada, auf.

Im September 2018 schloß sie ihre Dissertation im Bereich Interpretationsforschung des 19. Jahrhunderts (“Liszt, Beethoven und Chopin
“im Geiste Liszt’s” – Musikalische Gestaltungsideale der ‘Liszt-Tradition’ im Spiegel von Textquellen, instruktiven Ausgaben und frühen Tondokumenten”) an der Graduate School of The Arts Bern ab.